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Das Seminar des Bistums Sitten entsteht - wie in vielen anderen europäischen Ländern - nach dem Konzil von Trient (1545-1564) und steht von Beginn an unter grossem Einfluss der Jesuiten.
Das Seminar blickt heute auf eine bewegte Geschichte zurück: Umzug von Sitten nach Gerunden/Siders, Rückkehr nach Valeria, Errichtung des Seminars in der Stadt Sitten in unmittelbarer Nähe des Bischofshauses und der Kathedrale.
Angesichts des starken Rückgangs der Zahl der Seminaristen und des Verzichts auf Latein als Unterrichtssprache (die lateinische Unterrichtssprache ermöglichte es bis anhin, dass dasselbe Professorenkollegium sowohl die deutschsprachigen als auch die französischsprachigen Seminaristen unterrichtete), beschliesst Bischof Nestor Adam im Jahre 1970, das Haus in Sitten zu schliessen und die Seminargemeinschaft in Freiburg anzusiedeln, wo sich die einzige katholische theologische Fakultät der Westschweiz befindet.
Nachdem das Seminar des Bistums dort zunächst bei den Jesuiten in Notre-Dame de la Route untergebracht ist, zieht es anschliessend ins Salesianum (Studentenhaus im Besitz der Schweizer Bischofskonferenz).
Weil Bischof Heinrich Schwery ein Haus wünscht, in dem ausschliesslich Priesteramtskandidaten wohnen, wird im Jahre 1985 in Givisiez (auf einem Grundstück, das bis dahin den Schwestern de la Charité de Nevers gehörte) der Grundstein des neuen Seminars gelegt, in das die Seminargemeinschaft im Herbst 1986 einzieht.
1995 führt das Bistum Sitten als erstes Bistum in der Schweiz das Einführungsjahr ein, das es den Kandidaten ermöglichen soll, sich vor Beginn der universitären Ausbildung intensiv der Frage der Berufung und dem geistlichen Leben zu widmen.
Ab dem folgenden Jahr wird das französischsprachige Einführungsjahr für alle Bistümer der Westschweiz in Givisiez durchgeführt. Auch die Kurse des Pastoraljahres finden für die französischsprachigen Kandidaten der Westschweiz in unserem Seminar statt.
Die Chorherren vom Grossen Sankt Bernhard wählen im Jahr 2011 wiederum das Seminar des Bistums Sitten als Ausbildungsstätte für ihre Studenten (wie bereits in der Zeit von 1996 bis 2005).
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